Tuner-Einrichtung: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 17. September 2026, 17:55 Uhr
Die Tuner-Einrichtung erreicht man unter: Menü ⇒ Einstellungen ⇒ Kanalsuche ⇒ Tuner-Einrichtung
VTi Menüstruktur
Tunerkonfiguration nach Vu+-Modellen sortiert
Die Tunerkonfigurationen sind nur Beispiele, um die Einstellungen zu veranschaulichen. Es gibt viele weitere Konfigurationsmöglichkeiten – alle aufzuzählen würde den Rahmen dieses Wikis sprengen. Bei Problemen eröffnet bitte einen Thread in unserem Forum.
Spezielle Tunerkonfigurationen
Drehanlagen
DiSEqC
DiSEqC (Digital Satellite Equipment Control) steuert Peripheriegeräte wie Multischalter oder Motoren über das Koaxialkabel mittels digitaler Befehle.
Protokolle
| Protokoll | Max. Satelliten | Beschreibung |
|---|---|---|
| DiSEqC 1.0 | 4 Positionen | Umschaltung von bis zu vier Satelliten (z. B. via 4/1-Schalter). |
| DiSEqC 1.1 | 16 Positionen | Erweiterung für bis zu 16 Satelliten (z. B. bei kaskadierten Schaltern). |
| DiSEqC 1.2 / USALS | 1 Motor | Steuerung von Antennen-Rotoren. Während bei 1.2 Positionen manuell gespeichert werden, berechnet USALS (1.3) den Drehwinkel anhand der eigenen geografischen Koordinaten vollautomatisch. |
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Unicable (EN 50494)
Unicable (standardisiert als EN 50494) ist ein Einkabel-Standardsystem, das es ermöglicht, mehrere Receiver oder Tuner über ein einziges Koaxialkabel in einer stern- oder baumförmigen Topologie zu betreiben, ohne dass sich die Tuner gegenseitig blockieren.
Funktionsweise
Im Gegensatz zu herkömmlichen Sat-Anlagen, bei denen jeder Tuner eine eigene Frequenzebene (Ebene/Polarisation) direkt vom LNB oder Multischalter anfordert, weist Unicable jedem angeschlossenen Tuner eine feste Frequenz (sogenannte Userband-Frequenz oder SCR-Frequenz) zu. Der Unicable-Multischalter oder das Unicable-LNB greift daraufhin gezielt auf die gewünschte Satebene zu und setzt sie auf die zugewiesene Frequenz um.
Wichtige Eckdaten
| Merkmal | Unicable (EN 50494) |
|---|---|
| Max. Userbänder (Tuner) | Bis zu 8 Tuner pro Kabel (bzw. ID 1 bis 8) |
| Max. Satellitenpositionen | In der Regel 2 Satelliten (z. B. Astra 19,2° Ost & Hotbird 13° Ost) |
| Frequenzraster | Standard (4 MHz Raster) |
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JESS (Unicable II / EN 50607)
JESS („JULTEC's Enhanced Stacking System“, standardisiert als EN 50607) ist der Nachfolgestandard des klassischen Unicable-Systems (EN 50494). Es ermöglicht die vollständige Ansteuerung von Einkabel-Anlagen mit deutlich erweiterten Kapazitäten.
Spezifikationen im Vergleich
| Merkmal | Unicable (EN 50494) | JESS / Unicable II (EN 50607) |
|---|---|---|
| Max. Userbänder (Tuner) | Bis zu 8 Tuner pro Kabel | Bis zu 32 Tuner pro Kabel |
| Max. Satellitenpositionen | 2 Satelliten (z. B. Astra & Hotbird) | Bis zu 64 Satelliten |
| Schaltgeschwindigkeit & Präzision | Standard (4 MHz Raster) | Schneller & präziser (1 MHz Raster) |
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LNB-Frequenzgenauigkeit
Ist mein LNB frequenzgenau? LNB Frequenzgenauigkeit
Sollte trotz richtig ausgerichteter Sat-Antenne der Empfang beeinträchtigt sein, kann dies an einer Frequenzungenauigkeit des LNBs liegen. Die Vu+ Geräte sind hier nicht so tolerant wie die meisten anderen Receiver. Erster Anhaltspunkt für dieses Problem ist die Anzahl der gefundenen Kanäle. Beim Suchlauf auf Astra 19,2° Ost sollten ca. 1.640 Kanäle gefunden werden.
Installation einer Satellitenanlage
Hier erhalten Sie wichtige Informationen zur Installation einer Satellitenanlage!
Satebenen schnell erklärt
Die Satellitenübertragung findet in dem Frequenzbereich von 10,7 GHz bis 12,75 GHz statt. Um diesen Bereich effektiver auszunutzen, werden die Signale polarisiert ausgestrahlt (einmal horizontal und einmal vertikal), sodass der Frequenzbereich zweimal gleichzeitig genutzt werden kann. Da es nicht möglich ist, diese Polarisierung im Sat-Kabel parallel weiterzuführen, behilft man sich mit folgenden Schritten.
Das LNB setzt die Übertragungssignale auf eine niedrigere Frequenz um – und zwar genau um die jeweilige Local Oscillator Frequency (LOF) des LNBs. Handelsübliche Universal-LNBs haben zwei LOFs. Bei der Umsetzung wird das Frequenzband nochmals geteilt: in ein Low-Band mit einer LOF von 9750 MHz und in ein High-Band mit einer LOF von 10600 MHz. Dadurch entstehen vier Frequenzbänder.
Da nur ein Frequenzband gleichzeitig durch ein Sat-Kabel geleitet werden kann (da sich ansonsten Frequenzen auf demselben Kabel überlagern würden), schaltet der Receiver gezielt um:
| Satebenen | |
|---|---|
| Low-Band von 10,7 GHz – 11,7 GHz Horizontale Polarisation (0 kHz / 18 V) – HL |
Low-Band von 10,7 GHz – 11,7 GHz Vertikale Polarisation (0 kHz / 14 V) – VL |
| LOF: 9750 MHz | Bereich: 950 MHz – 1950 MHz | LOF: 9750 MHz | Bereich: 950 MHz – 1950 MHz |
| High-Band von 11,7 GHz – 12,75 GHz Horizontale Polarisation (22 kHz / 18 V) – HH |
High-Band von 11,7 GHz – 12,75 GHz Vertikale Polarisation (22 kHz / 14 V) – HV |
| LOF: 10600 MHz | Bereich: 1100 MHz – 2150 MHz | LOF: 10600 MHz | Bereich: 1100 MHz – 2150 MHz |
Satempfangsmöglichkeiten nach Tunerbestückung
| 1 Kabel vom LNB / Multischalter |
2 Kabel vom LNB / Multischalter |
3 Kabel vom LNB / Multischalter |
4 Kabel vom LNB / Multischalter |
Unicable | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1x Single-Tuner (1 Tuner) |
1 Transponder | --- | --- | --- | 1 Transponder1) |
| 2x Single-Tuner oder 1x Dual-Tuner (2 Tuner) |
2 Transponder von 1 Satebene |
2 Transponder von 2 Satebenen |
--- | --- | 2 Transponder (von 4 Satebenen)1) |
| 1x Dual-Tuner und 1x Single-Tuner (3 Tuner) |
3 Transponder von 1 Satebene |
3 Transponder von 2 Satebenen |
3 Transponder von 3 Satebenen |
--- | 3 Transponder (von 4 Satebenen)1) |
| 2x Dual-Tuner oder 1x Dual-Tuner und 2x Single-Tuner (4 Tuner) |
4 Transponder von 1 Satebene |
4 Transponder von 2 Satebenen |
4 Transponder von 3 Satebenen |
4 Transponder von 4 Satebenen |
4 Transponder (von 4 Satebenen)1) |
| FBC Dual-Tuner (8 virtuelle Tuner) |
8 Transponder von 1 Satebene |
8 Transponder von 2 Satebenen |
--- | --- | 8 Transponder (von 4 Satebenen)1) |
| FBC Dual-Tuner und 1x Single-Tuner (8 virtuelle Tuner + 1 Tuner) |
9 Transponder von 1 Satebene |
9 Transponder von 2 Satebenen |
9 Transponder von 3 Satebenen |
--- | 9 Transponder (von 4 Satebenen)1) |
| FBC Dual-Tuner und 1x Dual-Tuner (8 virtuelle Tuner + 2 Tuner) |
10 Transponder von 1 Satebene |
10 Transponder von 2 Satebenen |
|
10 Transponder 8 Transponder von 2 Satebenen (dynamisch verteilt) und 2x 1 Transponder von jeweils 1 Satebene (von 4 Satebenen) |
10 Transponder (von 4 Satebenen)1) |
| 2x FBC Dual-Tuner und 1x Dual-Tuner (2x 8 virtuelle Tuner + 2 Tuner) |
10 Transponder von 1 Satebene |
18 Transponder von 2 Satebenen |
|
18 Transponder 2x 8 Transponder von 4 Satebenen (dynamisch verteilt) und 2x 1 Transponder von jeweils 1 Satebene (von 4 Satebenen) |
18 Transponder (von 4 Satebenen)1) |
1) Außer die Anzahl der zur Verfügung stehenden Frequenzen / SCR- / Unicable-IDs ist kleiner als die Anzahl der maximal möglichen Transponder – in diesem Fall begrenzt die Anzahl der Frequenzen die maximale Anzahl gleichzeitig zu empfangender Transponder. Der Übersichtlichkeit halber wird hier von nur 1 empfangenen Satelliten ausgegangen.